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Am Fußball zu hängen, ist eine der unbequemsten Lebenslagen *

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Frankreich gegen Deutschland bei der Fußballeuropameisterschaft.

Im Vorfeld wurde hierzulande die Frage breit diskutiert, auf welcher Position Joshua Walter Kimmich am effektivsten einsetzbar sei: Im zentralen Mittelfeld oder auf der rechten Rasenseite. Während der Begegnung schoss Mats Julian Hummels dann das einzig anerkennungswürdige Tor des Spiels.

In der langen Fußballgeschichte gab es mal den Moment, wo eine südamerikanische Mannschaft den Weltmeistertitel mit einer neuen revolutionären Spielidee gewann: Abspiel nicht direkt auf den unbeweglichen Mitspieler, sondern dynamisch in die Laufwege vom Kameraden. Konkurrenzteams waren in dem historischen Turnier chancenlos.

A. Einstein war übrigens kein extravisierter Naturwissenschaftler mit herausragendem Intellekt, vielmehr ein begnadeter Querdenker, Visionär, Phantast – ja, ein im gut naiven Sinne Verrückter, der unsere Welt und den Kosmos nachhaltig verrückte.

Fußball ist zur Wissenschaft geworden. Fußball ist ein Studienfach an Akademien. Fußballer optimieren ihren Lebensstil inzwischen ohne Alkohol und Nikotin, dafür mit Laktattests, Körperanalysen rund um die Uhr. Wenn der Bundestrainer behauptet, den Joshua kannst du einsetzen, wo immer auch hin, dann fragt sich doch jedes, noch ohne erwachsene Scheuklappen, gesundnaive Kind: "Joachim, 'Jogi' warum tust du es dann nicht!?"

Warum die Beschränkung auf statische Spielerpositionen? Die nächste Fußballrevolution ist die des dauernden Rotierens während eines jeden Einzelspiels. Von Kindesbeinen universell ausgebildet im „Lothar Matthäus Kolleg“ oder im „Otto Rehhagel Lyzeum“: ein Mats Julian Hummels als Mittelstürmer, Leroy Aziz Sané als letzter Mann oder nach einer Regeländerung und multiverwendbarem Baumwolljersey Manuel Peter Neuer als Flügelstürmer. Und alles dann von Vorne – denn das Spielgerät rotiert ja auch immer, frei nach dem Motto „Eins(tein) werden mit dem Ball“. Kosmische Weltformel!

*Rudi Gutendorf

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